Schwere Aufgaben, bekannte Rivalen und ein Rückkehrer: Eberswalde rüstet sich für das verzwickte zweite Erstliga-Jahr

von Nico Witter

 

Nach dem geglückten Klassenerhalt im Premierenvorjahr wartet auf die erste Herrenmannschaft der Spielgemeinschaft Eberswalde die sprichwörtlich schwerste Saison: Das verflixte zweite Jahr in der 1. Kegelbundesliga. Mit frischen Lehren aus den ersten Testspiel, einem intensiven Trainingslager und der erfreulichen Rückkehr von Theo Lorenz peilen die Waldstädter den erneuten Verbleib im Oberhaus des Bohlekegelns an.

Gemischter Testspielauftakt und Baustellen im Kader

Die Vorbereitung auf die neue Spielzeit begann für die Eberswalder am 2. August mit einem Testspiel gegen den SpG Michendorf / Seddin. Zwar konnte sich das Team am Ende knapp mit 3:0 (47:31 Einzelwertung, +52 Holz) durchsetzen, doch für die anstehenden Aufgaben in der höchsten deutschen Spielklasse reichte diese Vorstellung noch nicht an die eigenen Ansprüche heran. Zwar fehlte verletzungs- und urlaubsbedingt noch ein Teil des Stammpersonals, Dennoch traten einige sportliche Baustellen klar zu Tage, an denen in den Folgewochen gearbeitet werden musste.

Eine besonders positive Nachricht gibt es jedoch aus den Reihen des Kaders zu vermelden: Theo Lorenz steht der Mannschaft nach fast einjähriger Pause wieder zur Verfügung. Lorenz, der aufgrund einer ausgedehnten Weltreise im vergangenen Jahr fehlte, hat den Trainingsbetrieb wieder aufgenommen und befindet sich bereits auf einem sehr guten Weg zurück zu seiner alten Leistungsstärke.

Feinschliff auf den Heimbahnen und Generalprobe im Kreispokal

Um an den Feinheiten zu feilen, kam die Mannschaft am 15. August zu einem ganztägigen Trainingslager auf der heimischen Anlage zusammen. Diese Einheit erwies sich als äußerst wertvoll: Neben der physischen Abstimmung stand vor allem das tiefere Verständnis der heimischen Bahnverhältnisse im Fokus, um in den Heimspielen der kommenden Saison wieder als uneinnehmbare Festung aufzutreten.

Als letzte Standortbestimmung vor dem scharfen Start dient der anstehende Kreispokal am 29. August auf der Heimanlage. Hier wartet mit der neu gebildeten Spielgemeinschaft aus Wandlitz und Marienwerder ein ambitionierter Landesligist, der den Eberswaldern als wohl größter Konkurrent im Kampf um den Pokalsieg alles abverlangen dürfte.

Attraktive Neulinge und ein strammes Restprogramm

Der Blick auf das Teilnehmerfeld der 1. Bundesliga verspricht hochklassige Duelle. Drei neue bzw. altbekannte Gesichter bereichern das Oberhaus als Aufsteiger: Mit der Spielgemeinschaft Prignitz stößt das mittlerweile vierte Brandenburger Team hinzu – eine aufstrebende Truppe gespickt mit vielen jungen Talenten. Zudem kehrte der Stavenhagener SV zurück, ein langjähriger und geschätzter Weggefährte aus früheren Zweitligazeiten, mit dem sich die Eberswalder in der Vergangenheit stets packende Duelle auf Augenhöhe lieferten.

Das Auftaktprogramm hat es für die Waldstädter direkt in sich: Die Saison startet auswärts beim letztjährigen Vizemeister Union Berlin. Die Heimspielpremiere steigt schließlich am 10. und 11. Oktober im Eberswalder Fritz-Lesch-Stadion. Dort empfängt die Spielgemeinschaft mit dem SV Binde (Sachsen-Anhalt) einen weiteren Aufsteiger sowie den KSK Rivalen Hannover. Gegen die Niedersachsen kassierte man in der vergangenen Spielzeit die einzige 0:3-Heimniederlage – eine Rechnung, die das Team vor heimischem Publikum zu begleichen versucht.

Zum Saisonende wartet noch ein echtes Mammutprogramm auf der Heimbahn: Am 17. Spieltag gastiert Union Berlin in Eberswalde, ehe am 19. Spieltag der amtierende Deutsche Meister SV 90 Fehrbellin seine Visitenkarte abgibt. Keine einfachen Aufgaben für den Endspurt, doch die Eberswalder sind entschlossen, auch im zweiten Jahr die Liga aufzumischen und den Favoriten das Leben so schwer wie möglich zu machen.

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Veröffentlichung

So, 23. August 2026

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